Klimaschrank für die Lebensmittelindustrie – Haltbarkeit, Qualität & Prüfung | RS-Simulatoren

Lebensmittelhersteller, Verpackungsentwickler und Qualitätslabore stehen vor derselben Aufgabe: Sie müssen nachweisen, dass ein Produkt unter definierten klimatischen Bedingungen stabil bleibt – über Wochen, Monate oder die gesamte deklarierte Haltbarkeitsdauer. Die Grundlage dafür ist ein Klimaschrank, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit gleichzeitig, präzise und reproduzierbar regelt. Dieser Artikel erklärt, welche Prüfungen in der Lebensmittelindustrie einen Klimaschrank erfordern, welche technischen Parameter entscheidend sind und welche Modelle von POL-EKO für welche Anwendung geeignet sind. Das vollständige Sortiment an Klimaschränken finden Sie auf www.vertrieb-labor.de.

Klimaschrank KKS 750

Warum braucht die Lebensmittelindustrie Klimaschränke?

Die Haltbarkeit eines Lebensmittels hängt nicht nur von der Rezeptur ab – sie hängt ebenso von den Lager- und Transportbedingungen ab. Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen chemische Reaktionen, mikrobiologisches Wachstum, Texturveränderungen und die Integrität der Verpackung. Um diese Einflüsse kontrolliert zu prüfen, werden Klimaschränke eingesetzt.

Typische Anwendungsbereiche in der Lebensmittelindustrie:

1. Haltbarkeitstests (Shelf-Life Testing)

Der häufigste Einsatz: Lebensmittelproben werden über definierte Zeiträume bei kontrollierten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten gelagert. In regelmäßigen Abständen werden sensorische, mikrobiologische und chemische Analysen durchgeführt. Ziel: Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) belastbar bestimmen.

Typische Prüfbedingungen:

  • 25 °C / 60 % rH – Standard-Lagerbedingungen
  • 30 °C / 65 % rH – Klimazone II (gemäßigte Regionen)
  • 30 °C / 75 % rH – Klimazone IVa (heiß/feucht)
  • 40 °C / 75 % rH – Beschleunigte Alterung

2. Verpackungsprüfung

Verpackungsmaterialien reagieren empfindlich auf Klimaschwankungen: Kartonagen verlieren Steifigkeit, Folien verändern ihre Barriereeigenschaften, Klebstoffe können versagen. Im Klimaschrank werden Verpackungen unter kontrollierten Bedingungen auf ihre Beständigkeit geprüft – oft in Kombination mit Zugprüfung oder Durchstoßtests.

3. Mikrobiologische Prüfungen

Wachstumsversuche mit Keimen, Hefen und Schimmelpilzen bei definierten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten. Klimaschränke ermöglichen es, diese Veränderungen unter reproduzierbaren Bedingungen zu beobachten und zu dokumentieren.

Welcher Klimaschrank für welche Anwendung?

POL-EKO bietet zwei Klimaschrank-Serien, die sich in Befeuchtungstechnik, Temperaturbereich und Einsatzgebiet unterscheiden:

a) Klimaschränke KK – mit Ultraschallbefeuchter

Temperaturbereich: 0 °C bis +60 °C. Luftfeuchtigkeit: 30–90 % rH. Volumina: 115, 240, 400, 750 und 1.200 Liter.

Geeignet für: Haltbarkeitstests bei moderaten Temperaturen, Verpackungsprüfung, Konditionierung von Lebensmittelproben, Saatgutkeimung.

Der Ultraschallbefeuchter arbeitet energieeffizient und erzeugt feinen Nebel für gleichmäßige Feuchteverteilung.

Alle Modelle der KK-Serie finden Sie auf vertrieb-labor.de: Klimaschränke KK.

b) Klimaschränke KKS – mit Dampfbefeuchter

Temperaturbereich: 0 °C bis +60 °C oder 0 °C bis +100 °C (je nach Modell). Luftfeuchtigkeit: 10–90 % rH. Volumina: 115, 240, 400 und 750 Liter.

Geeignet für: Erweiterte Haltbarkeitstests bei höheren Temperaturen, beschleunigte Alterung, mikrobiologische Prüfungen, Baustoffprüfung, Insektenzucht (z. B. Drosophila).

Der Dampfbefeuchter erzeugt keine Ultraschall-Vibrationen – ein Vorteil für mikrobiologische Tests und die Zucht empfindlicher Organismen. Außerdem ermöglicht die KKS-Serie einen breiteren Feuchtebereich (ab 10 % rH) und bei bestimmten Modellen Temperaturen bis 100 °C.

Alle Modelle der KKS-Serie finden Sie auf vertrieb-labor.de: KKS Klimaschränke mit Dampfbefeuchter.

Technische Anforderungen für die Lebensmittelprüfung

a) Temperaturstabilität

Für aussagekräftige Haltbarkeitstests muss die Temperatur über den gesamten Prüfzeitraum stabil bleiben – oft über Wochen oder Monate. POL-EKO Klimaschränke regeln mit einer Genauigkeit, die auch bei Langzeitbetrieb zuverlässig eingehalten wird.

b) Feuchteregulierung

Die Luftfeuchtigkeit hat direkten Einfluss auf Wasseraktivität (aw-Wert) und damit auf mikrobiologisches Wachstum. Für Haltbarkeitstests in der Lebensmittelindustrie ist eine präzise und stabile Feuchteregelung unverzichtbar.

c) Volumen und Innenraumgestaltung

Das benötigte Volumen hängt von der Probengröße und der Anzahl gleichzeitiger Tests ab. Für einzelne Lebensmittelproben reichen 115 bis 240 Liter. Für Verpackungstests mit ganzen Kartons oder Gebäcken sind 750 bis 1.200 Liter sinnvoll. Verstellbare Regalböden und freie Luftzirkulation im Innenraum sind wichtig, um verfälschte Ergebnisse zu vermeiden.

d) Dokumentation und GLP

In auditierten Umgebungen (IFS, BRC, ISO 17025) ist eine lückenlose Dokumentation der Prüfbedingungen Pflicht. POL-EKO Smart PRO Klimaschränke bieten einen integrierten Datenlogger mit USB-Schnittstelle, der Temperatur und Feuchte automatisch protokolliert. Daten lassen sich exportieren und archivieren – konform mit GLP-Anforderungen.

Häufige Fragen

Welche Temperaturbedingungen sind für Haltbarkeitstests üblich?
Die typischen Bereiche liegen zwischen 25 °C und 40 °C bei 60 bis 75 % rH. Für beschleunigte Tests bei 40 °C / 75 % rH reicht auch ein KK-Modell. Für höhere Temperaturen (z. B. 70 °C) ist ein KKS-Modell mit Temperaturbereich bis 100 °C erforderlich.

Wie groß sollte ein Klimaschrank für Verpackungstests sein?
Das hängt von der Größe der Verpackungen ab. Für Einzelproben und kleine Gebäcke reichen 240 bis 400 Liter. Für ganze Kartons oder Großgebäcke sind 750 bis 1.200 Liter empfehlenswert. Der Innenraum sollte nicht überladen werden, um die Luftzirkulation nicht zu behindern.

Muss ein Klimaschrank für die Lebensmittelindustrie kalibriert werden?
Ja – regelmäßig, typischerweise jährlich. In auditierten Umgebungen (IFS, BRC) ist ein gültiges Kalibrierzertifikat Pflicht. POL-EKO bietet Kalibrierzertifikate auf Anfrage.

Fazit

In der Lebensmittelindustrie ist ein Klimaschrank kein optionales Laborgerät – er ist die Grundlage für jede belastbare Haltbarkeitsaussage. Die Wahl zwischen KK (Ultraschallbefeuchter, bis 60 °C) und KKS (Dampfbefeuchter, bis 100 °C) hängt von den Prüfbedingungen ab. Für die meisten Standard-Haltbarkeitstests ist ein KK-Modell ausreichend. Für erweiterte Temperaturbereiche und mikrobiologische Tests empfiehlt sich die KKS-Serie.

POL-EKO bietet Klimaschränke in zwei Serien:

Verfügbare Volumina: 115 bis 1.200 Liter – geliefert und beraten durch RS-Simulatoren für den deutschen Markt.

Das vollständige Sortiment an Klimaschränken mit Peltiertechnik – einschließlich Modelle mit Dampfbefeuchter und Kompressortechnik – finden Sie auf vertrieb-labor.de.

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